Vergangenen Sonntag beim Blumentopfkonzert, stellte der Supportact Edgar Wasser fest, es müsse sich nicht immer alles reimen! In diesem Sinne darf man auch bei Überschriften mal auf Ganze gehen. Wobei wir es rezepttechnisch dieses Mal ganz klassisch halten. Einzig die in NASA-Labors entwickelten, hitzebeständigen Silikonschnüre zum Binden der Rouladen sind eine Hommage an das aktuelle Jahrtausend.

Nun aber an die Arbeit:

Zunächst werden die Rouladen mit Salz und Pfeffer gewürzt und anschließend mit Senf bestrichen. So vorbereitet, werden sie mit einem Streifen Speck, einigen Zwiebelringen und einer in Streifen geschnittenen Gewürzgurke belegt. Die Seiten der Länge nach knapp 1 cm nach innen klappen und dann die Rouladen aufrollen. Dabei darauf achten, dass sie relativ fest gerollt werden, um den Garprozess nicht zu beeinträchtigen. Zum Fixieren kann man klassisch Küchengarn nehmen, auf kleine Rouladennadeln zurückgreifen oder man probiert mal die angesprochenen Silikonschnüre. Der Vorteil zum Küchengarn ist, dass man weniger Tüddelei beim Abwickeln auf dem Teller hat.

Die Rouladen mit Butterschmalz in einem Bräter scharf anbraten bis sie schön dunkel sind. Die Möhren, Zwiebeln und den Sellerie 5-10 Minuten mitschmoren, dann alles mit einem 1/4 Liter Rotwein ablöschen, 10 Minuten einkochen und anschließend 1 Liter Rinderfond angießen. Mit Lorbeer und Piment würzen. Jetzt lässt man das so zubereitete Rind 2 Stunden lang bei geschlossenem Deckel auf kleiner Flamme köcheln.

Die Wartezeit sollte man nutzen und die Beilagen vorbereiten. Bei uns sind das heute Salzkartoffeln und Rosenkohl.

Zu der Zubereitung von Kartoffeln werde ich mich hier nicht weiter auslassen. Über die Mache von Rosenkohl verliere ich aber eben noch einige Worte. Um den Rosenkohl zu “putzen”, einfach den Strunk abschneiden und die äußerste Blattschicht abziehen. Da der verbleibende Strunk im Inneren des Rosenkohls wesentlich härter ist als der blättrige Kopf, sollte man den Kohl von unten kreuzweise ca. 5 mm einschneiden. So gart der Kohl innerhalb von ca. 1o Minuten gleichmäßig im kochenden Salzwasser.

Und jetzt zum I-Tüpfelchen – der Sauce:

Nimm die Rouladen aus dem Bräter und gieße die Sauce durch ein feines Sieb, passiere dabei das Gemüse mit durch das Sieb, um der Sauce eine Bindung zu geben. Wer die Sauce dicker mag, kann einen TL Speißestärke in 50 ml Wasser auflösen und zu der passierten Sauce geben. Nach kurzem Aufkochen sollte das gewünschte Ergebnis eintreten.

Jetzt nur noch drei Kerzen anzünden und am fein gedeckten Tisch Platz nehmen. Guten Appetit und viel Spaß beim Kochen.

Zutaten in der Reihenfolge ihrer Verwendung: 

  • 4 Rinderrouladen á 150 g
  • 1 EL Butterschmalz
  • 2-3 Scharlotten
  • 5-6 Gewürzgürkchen
  • Senf
  • 4 Streifen Speck
  • Salz, Pfeffer
  • 2 Möhren
  • 1/4 Sellerie
  • 2 Zwiebeln
  • 1/4 l Rotwein
  • 1 l Rinderfond
  • 1 Lorbeerblatt
  • 3 Pimentkugeln
  • Kartoffeln
  • Rosenkohl
  • evtl. Speisestärke für die Sauce
  • evtl. Schmand je nach Geschmack