Wann ist ein Schnitzel ein Schnitzel? Da kann man schon mal durcheinander kommen. Vereinfacht ist ein Schnitzel ein “abgeschnittenes” Stück Fleisch vom Schwein oder vom Kalb und zwar überwiegend aus der Keule, seltener aus dem Rücken.

DAS Schnitzel ist natürlich das Wiener Schnitzel und MUSS vom Kalb kommen. Was Schnitzelfreunden lange klar ist, sei hier trotzdem kurz erwähnt. Das Schnitzel Wiener Art, welches man oft in deutschen Restaurantes serviert bekommt ist vom günstigeren Schwein, unterscheidet sich sowohl geschmacklich vom Kalb und ist auch vergleichsweise zäh.

Zu einer Glaubensfrage beim Verzehr komme ich im späteren Verlauf der Geschichte …

Die Zubereitung gestaltet sich recht einfach, wenn man DREI Regeln beim Platinieren, Panieren und Braten bzw. Frittieren beachtet:

1. Beim Platinieren, das ohnehin (vom Metzger) dünn geschnittene Schnitzel zwischen zwei Schichten Frischhaltefolien mit etwas Olivenöl legen und mit einem Plätteisen flach klopfen. Ersatzweise eignet sich auch ein kleiner Topf als Fleischklopfer. So zerfasert das Fleisch nicht. Auch noch einmal nachzulesen bei unseren Puten-Rouladen mit Steinpilzfüllung

2. Vor dem Panieren, das Fleisch leicht salzen und mehlieren. Also im Mehl wenden und abklopfen. Dann das Schnitzel durch ein aufgeschlagenes  Ei ziehen und in Paniermehl wenden. Wichtig: Das panierte Schnitzel nicht lange liegen lassen, sondern zeitnah in der Pfanne braten, da die Panade sonst matschig wird und nicht mehr kross brät. (Hier  hatten wir das Thema schon einmal …)

3. Damit die Panade die typischen Blasen wirft, knusprig wird und eine schöne Farbe erhält, ist es wichtig, dass genügend Fett in der Pfanne ist. Die Schnitzel werden eher frittiert als gebraten. 2-3 große EL Butaris sorgen für ein spitzen Ergebnis. Schnitzel ins heiße Fett geben und 3-4 Minuten von jeder Seite goldbraun braten.

Ohne Pommes kein Wiener Schnitzel, zumindest nicht bei mir! Optimaler Weise natürlich fritiert, wer keine Friteuse hat, dem sei gesagt, bei Backofen Fritten lohnt sich der Griff zu Markenprodukten. Die kommen der Sache einfach am nächsten.

Abschließend noch zu der anfangs angesprochenen Glaubensfrage. Es ist wie Star Wars oder Star Trek, Beatles oder Stones, Real oder Barca. Die Frage zwischen entweder … oder …

Zu den Pommes nimmt man Hela Gewürzketchup oder den Klassiker unter den Tomatenketchups von Heinz?

Ich weiß, dass ich als Kind nur die Hela Pulle angerührt hab, weil es nicht so nach Tomate schmeckte. Genau das ist heute aber der Grund FÜR Heinz. Oder?

So oder so, lasst es euch schmecken. Außerdem bin ich von einem guten Freund auf frische Beats vom französischen Ed Banger Label aufmerksam gemacht worden – kann man gut beim Genuss oder der Zubereitung des Schnitzels hören:

Breakbot / One Out of Two – Irina Dakeva – WIZZ Studio (QUAD) from QUAD on Vimeo.