Zu Beginn der Woche war ich von Bauknecht ins Kochhaus im schönen Eimsbüttel eingeladen. Das Thema war Hot ’n Cold. Was sich dahinter verbarg – später.

Vorweg, was ist eigentlich das oder ein Kochhaus?

Das Prinzip des Kochhaus‘ lässt sich in Kürze so zusammenfassen: In einem Kochhaus kauft man Lebensmittel. Es gibt zwei entscheidende Unterschiede zu herkömmlichen Läden. Als erstes fällt auf, dass die Produkte nicht nach Arten sondern nach Rezepten sortiert sind. Hinzu kommt, dass die Mengen immer auf eine bestimmte Personenzahl abgestimmt sind. „So wird weniger weggeworfen“, ist die Hoffnung der Gründer. Das Konzept wird gut angenommen und ist daher zur Expansion freigegeben. Auch ich muss sagen, dass mir vor allem die Idee der Sortierung nach Rezepten zusagt. Nach dem Feierabend braucht man nicht lange überlegen und kommt trotzdem um die Tiefkühlpizza herum. Einfach alle Zutaten aus einem Regal samt Rezept einpacken und ab in die Küche.

Damit bin ich auch schon beim eigentlichen Gastgeber dieses Abends. Bauknecht stattet die Kochhäuser seit dem ersten Tag mit Küchengeräten aus. Denn es finden hier immer wieder auch Kochevents oder Kurse statt. An diesem Abend geht es neben dem Erwerb neuer Skills in der Küche die man von den beiden Profiköchen abschauen kann, auch um das ein oder andere Exklusive Küchengerät. Besonders im Focus stand hier der Induktionsbackofen (HOT) und der ShockFreeze (Cold).

In zwei Gruppen wurde mit den gleichen Zutaten einmal ein heißes und ein kaltes Gericht gezaubert. Meine Gruppe war die „Coole“. Für mich rein kochtechnisch auch die interessantere. Mit Ausflügen in die Molekularküche wurden unter anderem Basilikumsamen zu Kaviar und durch kleine Pülverchen konnten Dressings ohne Hitze abgebunden werden. Die Rezepte beider Gruppen findet ihr auf der Bauknecht Presseseite.

Wie kam jetzt der „ShockFreeze“ zum Einsatz und wie funktioniert er?

Als Vorspeise gab es in der coolen Gruppe ein Sashimi vom Rotbarsch. Um diesen in hauch dünne Scheiben schneiden zu können friert man in vorher etwas an. Im Shockfreeze kommen zwei Kompressoren zum Einsatz, die über eine spezielle Druckregelung ein schnelles Gefrieren der Speisen ermöglichen. Dies spart zum einen natürlich Zeit, vor allem aber, bilden sich so keine Eiskristalle am oder im Fisch. Nach ca. 10 Minuten war der Fisch gefroren und bereit zerlegt zu werden. Später wurde noch eine Senfpaste in einer Auflaufform ausgestrichen und in knapp 10 Minuten tiefgefroren. Aus der Platte wurden dann Chips gebrochen und zum Sashimi serviert. Man kann hier zwar physikalisch nicht von einer umgekehrten Mikrowelle reden, die Zeitersparnis ist aber dennoch enorm.

Das Gadget der heißen Gruppe war der neue Induktionsbackofen. Dieser funktioniert mit einem Plug-In. Man kann hier eine Induktionsplatte in den Ofen einstecken und vor allem Kurzgegartes in einer Induktionsschale zubereiten. Bei diesem Produkt steht zum einen auch wieder die Zeitersparnis im Vordergrund, denn vorheizen entfällt, doch auch der Energiesparfaktor ist nicht unerheblich, da die Hitze unmittelbar zur Verfügung steht. Ehrlicherweise muss man sagen, dass man einen großen Braten oder etwa Rouladen damit auch nicht schneller fertig bekommt. Aber die große Gemüsepfanne ist schnell gemacht und das Ergebnis war wirklich überzeugend. Außen sehr knusprige und innen noch knackige Minimaiskolben waren mein Favorit. Zudem kommt der Ofen neben den herkömmlichen Einstellungsmöglichkeiten mit einer Menge vorinstallierter Programme daher. Top geeignet im Übrigen auch für Pizza, da die Induktionshitze von unten im Prinzip wie ein Pizzastein wirkt und der Käse von oben mit einem hochwertigen Grill gebräunt wird!IMG_2634

Persönlich muss ich auch noch einmal sagen, was für ein schöner Abend mit sehr leckerem Essen es war. Vor allem wegen meiner Mitköchinnen und -köche und der super Laune der Profiköche. Der Abend klang noch sehr nett aus im Eimsbütteler Kochhaus.

Und wenn ihr nicht wisst, was ihr von den verschiedenen Rezepten als erstes nachkochen sollt, sage ich euch: DAS RINDERTATAR

Kochhaus