Lange habe ich mich von schönen Tarte-Rezepten ferngehalten, weil mir der (wie ich nun weiß – vermeintliche) Aufwand mit dem Teig oft zu groß war. Ein Tarteteig ist nicht genau definiert, manche stehen auf Blätterteig andere ehr auf die Mürbeteig Nummer, so wie wir. Die Rezeptmöglichkeiten den Belag betreffend, gehen gegen unendlich, von vegetarisch bis zur Hack-Speck-BBQ Variante. Ich habe mir exemplarisch eine zur Saison passende Pilz-Tarte überlegt und dazu einen schnellen fruchtigen Feldsalat mit Weintrauben. Das alles geht fix von der Hand und zwar wie folgt:

Zutaten in der Reihenfolge ihrer Verwendung:

  • 300 g Mehl
  • 150 g Butter
  • 1 TL Salz
  • 4 + 1 Eier
  • 500 g gemischte Pilze (z.B. Maronen, Champignons, Steinpilze, …)
  • 1 Zwiebel
  • je zwei Zweige Thymian und Rosmarin
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln
  • 1 TL Paprika (edelsüß oder scharf nach Geschmack)
  • Salz, Pfeffer Muskat
  • 500 g  Feldsalat
  • 300 g kernlose Weintrauben
  • 3 EL Weißweinessig
  • 2 EL Wasser
  • 5 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Für den Teig das Mehl, Salz, ein Ei und die Butter mit den Knethaken den Mixers verrühren und anschließend mit den Händen zu einer glatten Masse verkneten. Meine Oma nannte Mürbeteig im übrigen immer 1-2 Teig, da man im Verhältnis immer 1 Teil Butter mit zwei Teilen Mehl vermengt. Den Teig nun kreisrund, knapp 1 cm dick ausrollen und in eine 26 cm Durchmesser Springform legen. Den Rand 2-3 cm hochziehen, restlichen Teig abschneiden. Mit einer Gabel den Teig leicht perforieren und bei 220 °C für 20 Minuten  bei Ober- Unterhitze vorbacken.

In der Zeit für den Belag die Pilze vierteln und die Zwiebel grob hacken. Alles in einer Pfanne mit den Kräuterzweigen gut 5 Minuten anbraten.

Ein Ei trennen, die übrigen drei Eier mit dem einen Eigelb verquirlen, mit Salz, Pfeffer, Paprika und Muskat würzen. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden und mit ins Ei geben.

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Den angebackenen Teig aus dem Ofen nehmen und noch heiß mit dem Eiweiß „versiegeln“. Übriges Eiweiß an die Eimischung geben, Pilze (ohne Kräuterzweige) auf dem Tarteboden verteilen und die Eimischung darüber kippen. Alles für 30 Minuten bei 220 °C in den Ofen und den Salat angehen.

Den Feldsalat gut waschen und trocken schleudern. Weintrauben waschen und halbieren und beides in einer Salatschale vermengen. Für die Vinaigrette Essig, Wasser und Öl mit einem Schneebesen zu einer glatten Emulsion verquirlen und mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Erst kurz vor dem Servieren an den Salat geben, da die Blätter sonst „labbrig“ werden.

Tarte aus dem Ofen holen in 6 Stücke schneiden und mit dem Salat auf einem Teller anrichten.

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Es gibt natürlich schnellere Gerichte, aber so groß ist der Aufwand auch nicht und das Resultarte ist die Zeit einfach wert. Eurer Phantasie sind keine Grenzen  gesetzt. Ich würde mich freuen, mal eure Tarte-Rezeptideen zu bekommen. Tobt euch aus!

Was kann schief gehen? Der Knackpunkt ist das Begießen der Füllung mit der Eimasse. Achtet darauf, dass der Teig am Rand wirklich gleichmäßig hoch genug gezogen ist. Ansonsten könnte es passieren, dass euch die Eimasse aus der Springform in den Ofen läuft. Generell verwendet ihr lieber eine richtige Tarteform – was im übrigen unsere nächste Anschaffung sein wird.