Einer meiner Besten fährt jährlich einiges an Kilometern, um das beste Labskaus irgendwo in Norddeutschland zu bekommen; und da waren sicher schon richtig gute dabei. Ich dachte ich verkürz mal seine Wege und mach was auf St. Pauli für ihn klar. Das Ganze ging dann so …

Zutaten in der Reihenfolge ihrer Verwendung für 4 Personen:

  • 500 g Rote Beete
  • 800 g mehlig kochende Kartoffeln
  • 4 EL Gurkenwasser
  • 50 ml Rinderbrühe (oder auch Gemüsebrühe)
  • 2-3 Zwiebeln
  • 150 g Corned Beef
  • 8-12 Gewürzgurken
  • 8 Rollmöpse
  • 4 Eier

Labskaus weißDie Rote Beete mit Schale in einem Topf 30-50 Minuten (je nach Größe) kochen. Kartoffeln ebenfalls mit Schale ca. 20 Minuten kochen bis sie gar sind. Anschließend beides pellen. Die rote Beete in kleine Stücke schneiden und mit dem Gurkenwasser und der Brühe mit einem Stabmixer pürieren.

Zwiebeln fein hacken und in einer Pfanne mit Butter glasig dünsten. Dann das Corned Beef dazu und beides vermengen bis das Beef in kleine Stücke zerfallen ist.

Dann die geschälten Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse zur Roten Beete geben (oder Kartoffeln stampfen und das Rote Beete Püree dazu) und die Zwiebel-Beef-Mischung ebenfalls unterrühren. Alles zusammen einmal erhitzen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Spiegeleier in einer Pfanne braten und mit Gurken und Rollmöpsen anrichten.

Labskaus weiß-4

Kurz zur Geschichte:

Labskaus ist ein Norddeutsches Seefahrergericht. In seinen ersten Erwähnungen kommt Rote Beete noch gar nicht vor. Klassisch wurden Kartoffeln mit zerkleinertem Pökelfleisch zerstampft und erhielt so seine charakteristische rote Farbe. Auch der Fisch ist erst mit der Zeit dazu gekommen. Außer Rollmops nimmt man hier auch gerne Matjes oder Bismarck-Hering. Neben Norddeutschland kennt man das Essen auch an der englischen Küste.

Guten!